Website für Malerbetrieb: Was rein muss (Checkliste)
Redaktion KMU-KI ·
Wer einen Maler sucht, will meist schnell zwei Dinge wissen: Macht dieser Betrieb, was ich brauche? Und sieht seine Arbeit so aus, wie ich mir das vorstelle? Ihre Website hat nur wenige Sekunden, um beides zu beantworten.
Mit dieser Checkliste können Sie Ihre bestehende Seite Punkt für Punkt prüfen oder eine neue Website planen.
1. Der erste Eindruck: Was oben auf der Startseite stehen muss
Was Besucher ohne Scrollen sehen, entscheidet, ob sie bleiben.
- Eine Überschrift, die sagt, was Sie tun und wo, etwa „Malerbetrieb für Innen- und Fassadenarbeiten in [Ihre Region]“. Ein „Herzlich willkommen“ verschenkt diesen Platz.
- Die Telefonnummer, auf dem Handy direkt antippbar.
- Ein deutlicher Button zur Anfrage, zum Beispiel „Angebot anfragen“.
- Ein echtes Foto Ihrer Arbeit, etwa eine frisch gestrichene Fassade oder ein fertiges Treppenhaus.
- Ihr Einzugsgebiet in einem Satz.
2. Leistungen: konkret statt allgemein
Mit „Malerarbeiten aller Art“ können weder Kunden noch Google etwas anfangen. Beschreiben Sie, was Sie tatsächlich anbieten.
- Jede Hauptleistung bekommt einen eigenen Abschnitt oder eine eigene Unterseite, zum Beispiel:
- Innenanstrich (Wände, Decken, Treppenhäuser)
- Fassadenanstrich und Fassadensanierung
- Tapezierarbeiten
- Lackierarbeiten an Türen, Fenstern, Heizkörpern
- Bodenbeschichtungen
- Wärmedämmverbundsysteme, falls Sie das anbieten
- Schimmelsanierung, falls Sie das anbieten
- Dekorative Techniken wie Spachteltechnik oder Lasuren
- Für wen Sie arbeiten: Privatkunden, Hausverwaltungen, Gewerbe. Hausverwaltungen achten oft darauf, ob ein Betrieb Treppenhäuser und Mieterwechsel übernimmt.
- Was Sie nicht machen. So bekommen Sie weniger unpassende Anfragen.
3. Fotos: Ihr wichtigstes Verkaufsargument
Bei Malerarbeiten sieht man das Ergebnis, deshalb sagen Fotos hier mehr als lange Texte.
- Vorher-Nachher-Bilder derselben Stelle aus derselben Perspektive.
- Eigene Fotos statt Bilddatenbank. Austauschbare Motive erkennen Kunden.
- Verschiedene Projektarten: Innenräume, Fassaden, Details wie Lackierungen.
- Eine kurze Bildunterschrift mit Art der Arbeit und Ort (Stadt oder Stadtteil reicht).
- Datenschutz: keine erkennbaren Personen, Hausnummern oder Kennzeichen ohne Einverständnis. Fragen Sie Ihre Kunden, ob Sie Fotos ihres Objekts zeigen dürfen.
- Bilddateien in passender Größe, damit die Seite auf dem Handy schnell lädt.
4. Vertrauen aufbauen
Wer einen Maler ins Haus lässt, will wissen, mit wem er es zu tun hat.
- Ein Abschnitt „Über uns“: wie lange es den Betrieb gibt, ob es ein Meisterbetrieb ist, wie groß das Team ist. Schreiben Sie nur, was stimmt.
- Fotos von Ihnen und Ihrem Team, gern bei der Arbeit.
- Mitgliedschaften und Qualifikationen wie Innung oder Handwerkskammer, sofern zutreffend.
- Echte Kundenbewertungen, zum Beispiel aus Ihrem Google-Unternehmensprofil. Erfundene Stimmen haben auf der Seite nichts zu suchen.
- Der Ablauf eines Auftrags in wenigen Schritten: Anfrage, Besichtigung, Angebot, Ausführung, Abnahme. Das nimmt Kunden die Unsicherheit.
5. Preise und Angebote: Orientierung geben
Viele Malerbetriebe nennen auf ihrer Website gar keine Preise. Das ist verständlich, denn jedes Objekt ist anders. Etwas Orientierung hilft Kunden trotzdem.
- Erklären Sie, wovon der Preis abhängt: Fläche, Untergrund, Vorarbeiten, Material, Gerüst.
- Optional ein Preisrahmen für typische Arbeiten, wenn Sie ihn sicher angeben können. Kennzeichnen Sie ihn als unverbindlich.
- Sagen Sie, ob Besichtigung und Angebot kostenlos sind.
- Ein Hinweis zur Steuer: Arbeitskosten für Handwerkerleistungen im Privathaushalt lassen sich unter Umständen steuerlich geltend machen. Für Details verweisen Sie besser auf Steuerberater, statt Zahlen zu versprechen.
6. Die Anfrage: so einfach wie möglich
An dieser Stelle wird aus einem Besucher ein Kunde, oder eben nicht.
- Ein kurzes Formular: Name, Telefon oder E-Mail, Ort, gewünschte Leistung, kurze Beschreibung.
- Foto-Upload. Mit einem Bild der Wand oder Fassade können Sie den Aufwand vorab einschätzen.
- Optionale Felder wie ungefähre Fläche oder Wunschzeitraum. Halten Sie die Zahl der Pflichtfelder klein.
- Eine Bestätigung nach dem Absenden, damit der Kunde weiß, dass seine Anfrage angekommen ist.
- Anfragen, die Sie sofort sehen. Landen Formulare in einem Postfach, das selten jemand öffnet, gehen Aufträge verloren. Eine Benachrichtigung aufs Handy ist die bessere Lösung.
- Eine schnelle Rückmeldung. Kunden fragen oft bei mehreren Betrieben an.
7. Bei Google gefunden werden
Auch die schönste Website bringt nichts, wenn niemand sie findet.
- Seitentitel und Beschreibung mit Leistung und Ort, zum Beispiel „Maler in [Ort]: Innenanstrich und Fassade“.
- Eigene Unterseiten für wichtige Leistungen.
- Ortsbezug im Text, aber nur für Orte, in denen Sie wirklich arbeiten. Verzichten Sie auf lange Listen mit Dutzenden Städten.
- Ein Google-Unternehmensprofil, vollständig ausgefüllt und mit der Website verknüpft.
- Einheitliche Angaben zu Name, Telefonnummer und Einzugsgebiet auf der Website, im Google-Profil und in Branchenverzeichnissen.
- Kurze Ladezeit und gute Bedienbarkeit auf dem Handy.
8. Rechtliche Pflichtangaben
Für gewerbliche Websites gelten feste Pflichten, und Fehler können zu Abmahnungen führen.
- Ein Impressum mit allen Pflichtangaben, von jeder Seite aus erreichbar. Bei Handwerksbetrieben gehören in der Regel auch die zuständige Handwerkskammer und die Berufsbezeichnung dazu.
- Eine Datenschutzerklärung, die zu den tatsächlich genutzten Diensten passt (Formular, Karten, Schriftarten, Statistik).
- Ein Cookie-Hinweis oder eine Einwilligungsabfrage, wenn Sie Dienste nutzen, die das erfordern.
- Eine verschlüsselte Verbindung (HTTPS).
- Bildrechte: nur eigene Fotos oder solche, für die Sie ein Nutzungsrecht haben.
Lassen Sie Rechtstexte im Zweifel prüfen. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.
9. Optional, aber hilfreich
- Ein Karrierebereich für Gesellen und Azubis. Bewerber schauen sich die Website eines Betriebs an.
- Eine FAQ mit den Fragen, die Kunden Ihnen ständig stellen, etwa zu Trocknungszeiten oder zur Vorbereitung der Räume.
- Farbberatung, falls Sie sie anbieten.
- Ein Hinweis, wann Sie erreichbar sind, zum Beispiel feste Rückrufzeiten.
Die Checkliste in Kurzform
- Oben: was, wo, Telefon, Anfrage-Button, echtes Foto
- Leistungen konkret und einzeln beschrieben
- Vorher-Nachher-Fotos aus eigenen Projekten
- Vertrauen: Team, Qualifikation, echte Bewertungen, Ablauf
- Preis-Orientierung ohne falsche Versprechen
- Kurzes Formular mit Foto-Upload, Anfragen sofort sichtbar
- Google: Titel, Unterseiten, Unternehmensprofil, Ladezeit
- Impressum, Datenschutz, HTTPS, Bildrechte
Häufige Fragen
Braucht ein Malerbetrieb überhaupt eine eigene Website?
Viele Kunden schauen sich einen Betrieb online an, bevor sie anrufen, auch wenn er ihnen empfohlen wurde. Ein Google-Profil zeigt Ihre Arbeit und Ihre Leistungen nur begrenzt. Auf der eigenen Website bestimmen Sie selbst, was Kunden sehen.
Wie viele Fotos sollten auf die Website?
Eine gute Auswahl ist besser als eine unsortierte Masse. Wichtig ist, dass jede Hauptleistung mit echten Projektfotos belegt ist, am besten mit Vorher-Nachher-Vergleichen.
Sollte ich Preise auf meine Website schreiben?
Feste Preise sind bei Malerarbeiten schwierig. Erklären Sie, wovon der Preis abhängt, und nennen Sie einen Rahmen nur dann, wenn Sie ihn sicher halten können.
Was kostet eine Website für einen Malerbetrieb?
Das hängt vom Modell ab: selbst bauen, Festpreis beim Dienstleister, Abo oder Bezahlung pro Anfrage. Einen Überblick gibt unser Ratgeber Was kostet eine Website für Handwerker?.
Website für Ihren Malerbetrieb ohne Grundgebühr
KMU-KI ist selbst Anbieter, das sagen wir offen. Wir bauen fertige Websites für Malerbetriebe, mit Leistungsseiten, Fotogalerie und einem Anfragen-Portal, das neue Anfragen direkt auf Ihr Handy bringt. Hosting, Pflege, Impressum und Datenschutz sind inklusive. Es gibt keine Grundgebühr und keine Laufzeit. Sie zahlen 10 € netto zzgl. USt pro echter Anfrage, höchstens 100 € netto zzgl. USt im Monat. Mehr dazu auf unserer Seite Website für Maler und Lackierer.
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